Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Pfizer/BioNTech-Impfstoff gegen die Coronavirus-Varianten aus Brasilien, Großbritannien und Südafrika schützt.
In Labortests erzeugte der Impfstoff bei 15 geimpften Personen eine Antikörperreaktion gegen manipulierte Virusvarianten. Die Studie wurde von Experten der University of Texas Medical Branch und Pfizer durchgeführt.
Die Varianten weisen Mutationen im Spike-Protein auf, das für die Anheftung an menschliche Zellen sorgt und die Übertragbarkeit beeinflussen kann.
Neutralisierende Antikörper wurden gegen alle Varianten nachgewiesen, wobei die Stärke variierte. Die stärkste Reaktion zeigte sich gegen die ursprüngliche Variante und die B.1.1.7 (früher B117) aus Kent.
Sie war etwas schwächer gegen P.1 aus Brasilien und am geringsten gegen B.1.351 aus Südafrika. Die Ergebnisse erschienen als Korrespondenz im New England Journal of Medicine.
"Obwohl die Werte für P.1 und B.1.351 niedriger ausfielen, bleiben sie beträchtlich und sprechen für eine Wirksamkeit des Impfstoffs", betont Dr. Peter English, Berater für Infektionskrankheiten (nicht an der Studie beteiligt).
Die Autoren weisen hin, dass es sich um Labordaten von nur 15 Probanden handelt. Andere Immunaspekte, wie CD8+ T-Zell-Antworten, die mehrere Varianten erkennen, wurden nicht untersucht.
"Zusammenfassend deuten die Daten auf Wirksamkeit hin, doch reale Wirksamkeit erfordert Populationsdaten, nicht nur Labortests", so Dr. English.

Die Studie testete neutralisierende Antikörper nach zwei Dosen. Andere Impfstoffe mit gleichem Antigen könnten ähnlich wirken, dies ist jedoch nicht abschließend geklärt.