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Durchbruch: Oxford-Malarialimpfstoff erreicht 77 % Wirksamkeit – Hoffnung für Afrika

Forscher der University of Oxford haben mit dem Impfstoffkandidaten R21/Matrix-M den bisher wirksamsten Schutz gegen Malaria entwickelt. Er erreicht erstmals das von der WHO geforderte Ziel von 75 Prozent Wirksamkeit.

In einer Phase-IIb-Studie zeigten die Experten unter Leitung von Professor Adrian Hill, Direktor des Jenner Institute und Lakshmi Mittal Professor für Vakzinologie, eine Wirksamkeit von 77 % über 12 Monate. Hill leitete auch die Entwicklung des AstraZeneca-Oxford-COVID-Impfstoffs.

Die Zulassung wird in den nächsten zwei Jahren erwartet – inspiriert von der raschen COVID-Entwicklung. "Malaria tötet in Afrika viermal so viele wie COVID, vor allem Kinder", betonte Hill gegenüber PA News. "Es gibt keinen Grund, warum dieser Impfstoff nicht priorisiert werden sollte."

Normalerweise dauern Phase-3-Studien 3–5 Jahre – in dieser Zeit sterben 300.000 Kinder jährlich an Malaria. Mit Partner Serum Institute of India plant das Team ab 2023 über 200 Millionen Dosen pro Jahr.

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"Dieser Impfstoff hat enormes Potenzial für die öffentliche Gesundheit", sagte Hill. Die Studie in Burkina Faso mit 450 Kindern (5–17 Monate) verglich hohe/niedrige Dosen gegen Tollwutimpfung. Ergebnisse: 77 % (hochdosiert), 71 % (niedrigdosiert), keine schweren Nebenwirkungen.

Durchbruch: Oxford-Malarialimpfstoff erreicht 77 % Wirksamkeit – Hoffnung für Afrika

Die Daten liegen als Preprint auf SSRN/The Lancet vor und warten auf Peer-Review. Phase-3-Ergebnisse folgen 2022. Hill: "Wir sind zuversichtlich, die Wirksamkeit zu halten – Impfung vor Malaria-Saison könnte sie sogar um 10 % steigern."

Seit 1910 werden Malaria-Impfstoffe erforscht, 140 Kandidaten getestet. Hill seit 1994 involviert: "Ein Meilenstein. Wir können vor dem WHO-Ziel von 2030 liefern."

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