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A Quiet Place Part II: Wie lange können Menschen einen Furz zurückhalten? Expertenmeinungen

Wir alle kennen dieses unangenehme Gefühl: Die Ansammlung von Wasserstoff und Methan im Dickdarm, das wachsende Unbehagen durch ausdehnende Gase und die Panik vor dem aufbauenden Druck. Die Gase drängen nach draußen – wie die Natur es vorsieht. Aber warum gerade jetzt, mitten im Vorstellungsgespräch oder beim ersten Treffen mit den Schwiegereltern?

Blähungen halten sich leider nicht an unseren Zeitplan. Es könnte aber weitaus schlimmer sein als ein Rülpser beim Essen oder ein Furz im vollen Aufzug. Stellen Sie sich die Welt von A Quiet Place vor, dem Sci-Fi-Horrorfilm mit Emily Blunt: Blinde, fleischfressende Aliens jagen Menschen mit ihrem ultrascharfen Gehör. Hier wäre ein Furz nicht nur peinlich, sondern tödlich.

Mit dem Kinostart von A Quiet Place Part II stellt sich die Frage: Wie lange könnte ein Mensch einen Furz unterdrücken? Und was passiert, wenn man es zu lange aushält? Die wissenschaftliche Forschung ist zwar begrenzt, doch Experten kennen die Mechanismen des Furzens genau.

„Durchschnittlich furzt eine Person etwa 15 Mal am Tag“, erklärt Julie Thomson von der Wohltätigkeitsorganisation Guts UK für Verdauungsgesundheit. „Es gibt keine genauen Daten, wie lange man wissenschaftlich gesehen ohne Furz auskommt – und es ist extrem schwer, Gase lange zu unterdrücken.“

Täglich entweichen uns rund 2,5 Liter Darmgase: Verschluckte Luft oder Produkte von Bakterien, die unverdaute Kohlenhydrate abbauen. Beim Zurückhalten fühlen wir uns unwohl – und es drohen gesundheitliche Risiken.

Prof. Claire Collins, Forschungsdirektorin an der University of Newcastle School of Health in Australien, kommentierte in The Conversation Studien zu Gasretention und Divertikulitis, bei der sich entzündliche Beutel in der Darmwand bilden. „Die Verbindung ist unklar“, sagt sie zu Science Focus. „Hauptfokus liegt auf der Gasresorption und Ausatmung.“

Tatsächlich: Zu lange zurückgehaltene Gase werden teilweise resorbiert, gelangen in den Blutkreislauf und werden als fauliger Atem ausgeatmet – inklusive Schwefelwasserstoff, dem Übeltäter für stinkende Furze. Der Magen bläht sich auf, und es lohnt sich nicht.

Selbst für Emily Blunt in A Quiet Place gilt: Lieber entlassen als festhalten. Thomson rät: „Je länger man hält, desto lauter wird es durch aufbauenden Druck. Das Geräusch entsteht durch Geschwindigkeit des Gases, Darmkontraktionen, Gasmenge und Anusform – ein schmaler Anus erzeugt mehr Lärm.“

Tipps zur Reduktion bei Gesunden: Weniger kohlensäurehaltige Getränke, kein Kaugummi, kein Rauchen, langsam essen und gut kauen. Ballaststoffe nicht kürzen – das führt zu Verstopfung und verschlimmert alles.

Verstanden, Emily?