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Olympia: Erreichen Sportrekorde bald ihre unüberwindbaren Grenzen?

Im Jahr 1908 betrug der Marathon-Weltrekord 2:55:18 Stunden. In den folgenden 50 Jahren wurde er 22 Mal gebrochen – eine Verbesserung um mehr als 40 Minuten. In den nächsten 50 Jahren sank die Zeit jedoch nur um weitere 10 Minuten, und seit 2002 hat sich der Rekord um weniger als vier Minuten verbessert.

Dieses Muster zeigt sich in fast allen Sportarten. Gelegentliche Sprünge entstehen durch Reglementsänderungen oder neue Techniken und Ausrüstung, doch Fortschritte aus reiner Muskelleistung werden immer geringer.

Verschiedene Studien extrapolieren diesen Trend, um die Grenzen des menschlichen Körpers zu definieren. Forscher der University of Wyoming stellten fest, dass 100-Meter-Sprintzeiten nicht primär von der Bodenkraft abhängen, sondern von der Geschwindigkeit, mit der Läufer ihre Beine nach jedem Schritt nach vorne schwingen.

Andere Untersuchungen prognostizieren eine ultimative 100-Meter-Zeit von etwa 9,44 Sekunden – nur 0,14 Sekunden schneller als Usain Bolts Weltrekord von 2009.

Trotz biologischer Limits wird es nie eine Ära geben, in der Olympiarekorde unaufbrechbar sind. Der Grund: das Spektakel. Jede Disziplin muss sich anpassen, um die Spannung neuer Rekorde zu bieten – andernfalls wird sie von spannenderen Events abgelöst.

Dies kann durch Handicaps, Verbote bestimmter Geräte oder präziseres Timing geschehen. Stellen Sie sich vor: Sprinter im Windkanal gegen 30 km/h Gegenwind, die auf Mikrosekunden genau rekorde jagen.