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James Bond beim Arzt: Oxford-Professor analysiert 007s Gesundheitsrisiken

Nach 25 Filmen in 59 Jahren ist es höchste Zeit für James Bond, einen umfassenden Gesundheitscheck zu machen. Ein Leben voller Action – Kugeln ausweichen, Schurken jagen, von Gebäuden springen und Cocktails in rauen Mengen konsumieren – kann nicht spurlos an ihm vorübergehen.

Wir haben Professor Carl Heneghan, Hausarzt und Leiter des Centre for Evidence-Based Medicine an der Universität Oxford, gebeten, Bonds medizinischen Zustand gründlich zu untersuchen.

Kopfverletzungen: Wiederholte Bewusstlosigkeiten

In seiner Karriere wurde Bond 14 Mal durch Schläge auf den Kopf bewusstlos geschlagen. „Das handelt sich um schwere Hirntraumata, die die Gehirnfunktion nachhaltig schädigen“, erklärt Heneghan. „Langfristig droht eine chronisch-traumatische Enzephalopathie (CTE), eine neurodegenerative Erkrankung, wie sie auch bei Kontaktsportarten wie American Football auftritt.“

Symptome umfassen frühe Demenz, Angststörungen, Depressionen und beeinträchtigtes Urteilsvermögen. „In Bonds Filmen zeigen sich bereits Anzeichen, insbesondere bei der Impulskontrolle.“

Geschüttelt, nicht gerührt: Alkoholkonsum

Eine Studie aus dem Jahr 2018 im The Medical Journal of Australia zählt 109 Trinkszenen in 24 Filmen – durchschnittlich 4,5 Drinks pro Film.

„Chronischer Alkoholmissbrauch führt zu Fettleber und letztlich Zirrhose“, warnt Heneghan.

STIs: Sex ohne Schutz

Bond schlief in 25 Filmen mit etwa 57 Frauen – ohne sichtbare Kondome.

„Das Risiko für sexuell übertragbare Infektionen wie Gonorrhö oder Chlamydien ist enorm“, sagt Heneghan. „Langfristig drohen Unfruchtbarkeit, chronische Entzündungen und ein erhöhtes Krebsrisiko.“

James Bond beim Arzt: Oxford-Professor analysiert 007s Gesundheitsrisiken

Kugeln ausweichen: Schussverletzungen

Bond wich mindestens 4.662 Kugeln aus. In Skyfall wird er jedoch in Schulter und Brust getroffen und stürzt in einen Fluss.

„Bei verfehlten Vitalorganen ist Überleben möglich“, meint Heneghan. „Doch die vollständige Genesung würde mindestens ein Jahr dauern.“

Herzstillstand: Vergiftung in Casino Royale

Bond wird mit Digitalis vergiftet, erleidet einen Herzstillstand, wird defibrilliert und spielt kurz darauf Poker weiter.

„Wiederbelebung ist denkbar, aber der Herzmuskelschaden wäre gravierend“, betont Heneghan. „Eine vollständige Erholung dauert Monate oder Jahre.“

Fazit des Experten: Professor Heneghan urteilt hart: Bond leidet unter lebenslangen schweren Schäden und ist bei weitem nicht in Topform.