- Eine Modellierung zeigt: Ohne Kontrolle könnte das Coronavirus fast die gesamte Weltbevölkerung infizieren.
- Frühzeitige soziale Distanzierung könnte bis zu 38,7 Millionen Todesfälle verhindern, so der Bericht.
- Die Forscher betonen: Dies ist keine Prognose, sondern eine Einschätzung der potenziellen Tragweite.
Experten des Imperial College London warnen: Ohne Eingriffe hätte COVID-19 bis zu 40 Millionen Todesfälle und sieben Milliarden Infektionen verursacht.
Basierend auf umfassenden Analysen schätzen die Wissenschaftler das globale Ausmaß der Pandemie. Ein Versäumnis bei der Eindämmung hätte katastrophale Verluste bedeutet.
Die Studie beleuchtet verschiedene Szenarien – vom ungebremsten Ausbruch bis hin zu Maßnahmen wie sozialer Distanzierung und Unterdrückung.
Im Worst-Case-Szenario ohne Reaktion wären sieben Milliarden Menschen infiziert und rund 40 Millionen gestorben.
Soziale Distanzierung mit 40 % Reduktion der Kontakte – bei Älteren 60 % – hätte die Last halbiert, Gesundheitssysteme aber dennoch überfordert.

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Dr. Patrick Walker vom Imperial College: „Wir stehen vor einem beispiellosen Gesundheitsnotstand. Schnelles Handeln rettet Millionen Leben.“
Der 12. Bericht des WHO Collaborating Centre for Infectious Disease Modelling (GIDA, J-IDEA) fordert rasche Tests, Isolation und Distanzierung.
Bei früher Umsetzung (bei 0,2 Todesfällen pro 100.000 Einwohner/Woche) wären 95 % der Todesfälle vermeidbar – 38,7 Millionen Leben gerettet.
Später (1,6 Todesfälle pro 100.000) sinkt dies auf 30,7 Millionen.
Professorin Azra Ghani: „Frühzeitiges, kollektives Handeln senkt die Sterblichkeit um bis zu 95 %. Berücksichtigen Sie auch sozioökonomische Folgen.“

Die Modelle unterstreichen besonders die Bedrohung für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Professor Neil Ferguson: „COVID-19 ist eine globale Gesundheitsbedrohung. Gemeinsames, schnelles Handeln ist essenziell.“
Die Simulationen illustrieren das Problem und den Wert entschlossener Maßnahmen – keine exakten Vorhersagen.