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2020: Zweitwärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn – Met Office und WMO melden Rekordhitze

Das Jahr 2020 rangierte laut Met Office mit 2016 um den Spitzenplatz als wärmstes Jahr seit Beginn der Messungen. Globale Temperaturen lagen fast 1,3 °C über vorindustriellen Werten, wie Wissenschaftler des Met Office, der University of East Anglia (UEA) und des britischen National Centre for Atmospheric Science bestätigen.

Die Analyse internationaler Daten durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zeigt: 2020 zählt zu den drei wärmsten Jahren ever – alle drei fielen ins letzte Jahrzehnt. Der globale Durchschnitt betrug etwa 1,28 °C über dem Niveau der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nur knapp unter dem Rekord von 2016 (1,29 °C).

UN-Generalsekretär António Guterres betonte: Die WMO-Ergebnisse seien „eine weitere deutliche Erinnerung an das unerbittliche Tempo des Klimawandels, der Leben und Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zerstört“.

2020 folgte auf einen 12-monatigen Zeitraum mit verheerenden Waldbränden in Amerika und Australien sowie Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Stürmen weltweit. Im Vereinigten Königreich verursachten Sturm Ciara und Sturm Alex durch Rekordregen Überschwemmungen und Stromausfälle; sommerliche Temperaturen über 30 °C wurden als Klimawandel-Folge gewertet.

Bemerkenswert: Trotz des kühlenden La Niña-Phänomens lagen die Temperaturen 2020 nahezu auf 2016-Niveau. Der WMO-Bericht hebt dies als Indiz für anthropogenen Klimawandel hervor.

Guterres warnte: „Wir steuern auf einen katastrophalen Anstieg von 3 bis 5 °C zu. Frieden mit der Natur zu schließen, ist die Aufgabe des 21. Jahrhunderts.“ Das Pariser Abkommen zielt auf Begrenzung auf 2 °C, idealerweise 1,5 °C ab.

2020: Zweitwärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn – Met Office und WMO melden Rekordhitze

2016 profitiert von starkem El Niño; 2020 glänzte mit extremer Wärme in Nordasien, Arktis, Osteuropa und Mittelamerika.

Dr. Colin Morice, leitender Klimawissenschaftler beim Met Office: „2020 als zweitwärmstes Jahr trotz La Niña unterstreicht die anhaltenden Effekte des menschengemachten Klimawandels. Die Daten zeigen kontinuierlichen Temperaturanstieg – wir nähern uns den Pariser Grenzen.“