An einer Ausgrabungsstätte in North Dakota wurden kürzlich Asteroidenfragmente sowie die ersten Dinosaurierfossilien aus dem Moment des katastrophalen Einschlags vor 66 Millionen Jahren freigelegt.
Der Paläontologe Robert DePalma führte die Ausgrabung durch. Diese Funde könnten der erste direkte physische Beweis dafür sein, dass Dinosaurier durch den Asteroideneinschlag ausgelöscht wurden und damit das Ende der Kreidezeit einläuteten.
Zusammen mit den Asteroidenfragmenten und Fossilien entdeckte das Team ein seltenes Flugsaurierei mit versteinerten Knochen eines Flugsaurierbabys im Inneren. Ein erhaltener Bau, vermutlich von einem frühen Säugetier angelegt, eine versteinerte Schildkröte, die von einem Holzpflock aufgespießt wurde, sowie erhaltene Triceratops-Haut stammen ebenfalls aus dieser Stätte.
Fossilien aus den allerletzten Phasen der Dinosaurier-Ära sind extrem selten, was die außergewöhnliche Bedeutung dieser Entdeckungen unterstreicht.
„Das ist das Unglaublichste, was wir uns hier vorstellen können, das beste Szenario … Das einzige, was wir schon immer auf dieser Seite finden wollten, und hier haben wir es.“, so DePalma begeistert über die Ergebnisse.
Aufgrund ihrer Tragweite strahlt BBC One am 15. April einen 90-minütigen Dokumentarfilm mit der ikonischen Stimme von David Attenborough aus, der das Leben in Tanis – der Ausgrabungsstätte – zum Zeitpunkt des Einschlags rekonstruiert.
Attenborough wird von DePalma und Prof. Phil Manning von der University of Manchester begleitet. Filmmaterial zeigt, wie sie viele dieser beeindruckenden Funde ausgraben und die Stätte erkunden.
Ein Highlight ist die Aufnahme des Moments, in dem das Team das Bein eines kleinen pflanzenfressenden Thescelosaurus entdeckt – eines Dinosauriers, der den Einschlag möglicherweise miterlebt hat. Der Film begleitet DePalma und sein Team auch bei der Untersuchung des versteinerten Dinosauriereis und weiterer bedeutender Funde.