Böden sind mächtige Kohlenstoffspeicher, doch seit der Erfindung der Landwirtschaft vor 12.000 Jahren haben Umwandlungen natürlicher Ökosysteme wie Grasländer und Wälder 110 Milliarden Tonnen Kohlenstoff aus dem Boden freigesetzt. Heutige Forschung zu regenerativen Landbewirtschaftungsmethoden zielt darauf ab, diesen Prozess umzukehren und Böden als langfristige CO₂-Senken zu nutzen.

1. Produktiver Boden
In Wäldern ist nur etwa 42 Prozent des Kohlenstoffs in der oberirdischen Pflanzenbiomasse gespeichert. Der Rest – Wurzeln, Bodenorganismen und teilweise zersetztes Material – befindet sich im Boden und macht ihn zu einem essenziellen Speicher.
2. Wurzeln schlagen
Pflanzenwurzeln dringen tief in den Boden vor. Nach dem Absterben der Pflanze bleibt der Kohlenstoff in diesen Tiefen erhalten, oft unerreichbar für die meisten Mikroorganismen, die organische Stoffe abbauen würden.
3. Eingefangener Kohlenstoff
Stark zersetzter Kohlenstoff formt winzige Partikel, die sich chemisch mit Tongehalt im Boden verbinden und Hunderte bis Tausende Jahre stabil bleiben können.
4. Tiefer gehen
Manche Kohlenstoffverbindungen lösen sich in Wasser und werden durch Regen in tiefere Schichten gespült. Ein hoher organischer Bodengehalt verbessert die Wasserspeicherung, fördert diesen Prozess und macht Böden durreresistenter.
5. Gesunde Bevölkerung
Böden mit mehr organischem Kohlenstoff beherbergen vielfältigere Mikroorganismen und reichere Nährstoffe. Das steigert das Pflanzenwachstum und schafft einen positiven Kreislauf – vorteilhaft für Landwirte und Umwelt.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 373 des BBC Science Focus Magazine.