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Geothermie zur Stromerzeugung: So funktioniert das technische System

In vulkanischen Regionen quillt heißes Grundwasser unter eigenem Druck aus Bohrlöchern, verdampft und treibt Turbinen an. In den meisten Weltregionen sind jedoch erreichbare Gesteine trocken und undurchlässig, wie Granit. Hier setzen Experten auf technische Geothermiesysteme (EGS), die zuverlässig erneuerbare Energie liefern.

Geothermie zur Stromerzeugung: So funktioniert das technische System

1. Kaltes Wasser injizieren

Mit hohem Druck wird kaltes Wasser in eine Injektionsbohrung gepumpt. Es dehnt natürliche Risse im Gestein aus, sodass es seitlich durch das heiße Gestein sickern kann. Ähnlich wie beim Fracking, aber ohne schädliche Chemikalien.

2. Heißes Wasser fördern

In der Nähe bohren Spezialisten Produktionsbrunnen, um das erwärmte Wasser abzuziehen. Diese müssen präzise Risse (oft unter 5 cm breit) treffen. Moderne Geo-Imaging-Techniken heben die Erfolgsquote auf bis zu 80 % – vor Jahren nur 25 %.

3. Strom erzeugen

Oberflächennahe Wärmetauscher erhitzen eine sekundäre Flüssigkeit wie Butan zu Hochdruckgas, das Turbinen antreibt und Strom produziert. Das gekühlte Wasser zirkuliert geschlossen zurück ins Gestein.

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