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CERN startet Large Hadron Collider (LHC) neu: Rekordenergie von 13,6 TeV nach umfassenden Upgrades

Nach einer dreijährigen Pause für Wartungsarbeiten und umfangreiche Upgrades hat das CERN heute den Large Hadron Collider (LHC) wieder in Betrieb genommen. Damit setzen internationale Physikerteams ihre Suche nach den größten Rätseln der Physik fort: neue Erkenntnisse zum Higgs-Boson, tieferes Verständnis des Urknalls und Hinweise auf Dunkle Materie.

Der LHC wurde 2018 für seinen zweiten Long Shutdown (LS2) abgeschaltet. In dieser Phase haben Experten Verbesserungen vorgenommen und die Sicherheit des weltgrößten Teilchenbeschleunigers überprüft.

Am 22. April 2022 um 12:16 MESZ (11:16 BST) wurden zwei Protonenstrahlen mit einer Injektionsenergie von 450 Milliarden Elektronenvolt (GeV) in entgegengesetzte Richtungen um den LHC geleitet. Das langfristige Ziel dieses dritten Laufs: Nie zuvor erreichte 13,6 Billionen Elektronenvolt (TeV).

„Diese Strahlen zirkulierten mit Injektionsenergie und enthielten eine relativ kleine Anzahl von Protonen. Kollisionen mit hoher Intensität und Energie sind ein paar Monate entfernt“, erklärt Rhodri Jones, Leiter der Strahlenabteilung am CERN. „Aber die ersten Strahlen markieren den erfolgreichen Neustart nach all der harten Arbeit im Long Shutdown.“

CERN startet Large Hadron Collider (LHC) neu: Rekordenergie von 13,6 TeV nach umfassenden Upgrades

Als Nächstes rampen die CERN-Teams die Energie und Intensität schrittweise hoch, bis die Kollisionsexperimente ihr Ziel erreichen.

Run 3 tritt in große Fußstapfen. Run 1 (2009–2013) entdeckte das Higgs-Boson. Run 2 (2015–2018) lieferte präzise Messungen der Massen von Higgs-Boson, Top-Quark und W-Boson.

In den kommenden Jahren erwarten Wissenschaftler aus aller Welt beispiellos viele Kollisionen. Die ATLAS- und CMS-Detektoren werden mehr Daten sammeln als in Run 1 und 2 zusammen. Das LHCb-Experiment zur Materie-Antimaterie-Forschung wird dreimal so viele Kollisionen analysieren wie zuvor.

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