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Evolution des Vogelflugs: Federn flugunfähiger Vögel enthüllen Ursprünge

Flugfedern sind evolutionäre Meisterleistungen: Sie ermöglichen Pinguinen präzises Schwimmen, Adlern majestätische Aufwinde und Kolibris atemberaubendes Schweben. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von USC-Wissenschaftlern hat nun entschlüsselt, wie sich diese Federn entwickelten und Vögel bei der Eroberung der Welt unterstützten.

„Wir haben uns immer gefragt, wie Vögel auf so viele verschiedene Arten fliegen können, und wir fanden heraus, dass der Unterschied in den Flugstilen größtenteils auf die Eigenschaften ihrer Flugfedern zurückzuführen ist“, erklärt leitender Forscher Cheng-Ming Chuong. „Wir wollen lernen, wie Flugfedern hergestellt werden, damit wir die Natur besser verstehen und erfahren, wie Prinzipien der biologischen Architektur moderner Technologie zugutekommen können.“

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Chuong führte ein multidisziplinäres internationales Team mit Experten für Stammzellen, Molekularbiologie, Anatomie, Physik und Bio-Bildgebung an. Sie untersuchten Vogelarten mit unterschiedlichen Flugstilen, darunter Strauße, Spatzen, Adler, Enten, Pinguine und Kolibris.

Der Fokus lag auf dem zentralen Federschaft und der Fahne – den seitlichen Ästen entlang des Schafts, die der Feder Form verleihen. Die Forscher analysierten, wie Evolution Widerhaken, Grate und Haken formte, die Federn stabilisieren und wie Klettverschluss zu einem funktionalen Flügel verbinden.

Bei flugfähigen Vögeln ist der Schaft dünner, leichter und mit porösen Zellen gefüllt, ähnlich einer Luftpolsterfolie – ideal für eine hohle, schwimmfähige Struktur. Flugunfähige Vögel hingegen weisen einfachere Federn auf: einen dichten, steifen Kortex mit weniger inneren Streben.

Evolution des Vogelflugs: Federn flugunfähiger Vögel enthüllen Ursprünge

Federn aus 100 Millionen Jahre altem Bernstein aus Myanmar (Burma) bildeten primitive Fahnen durch überlappende Widerhaken, fehlten jedoch die Häkchen für Hochleistungsflug moderner Vögel.

Das zeigt: Gefiederte Dinosaurier und Frühvögel hatten rudimentäre Strukturen, die nicht flugtauglich waren. Komplexere Merkmale machten Schaft und Flügel leichter und steifer – Grundlage für den globalen Erfolg der Vögel.