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Steigende Meerestemperaturen treiben Meeresarten zu den Polen: Studie der Unis Bristol und Exeter

  • Steigende Meerestemperaturen verdrängen Meereslebewesen vom Äquator zu den Polen, zeigt eine neue Studie.
  • Betroffen sind Fische, Seevögel, wirbellose Tiere und Plankton.
  • Sowohl Zunahmen als auch Abnahmen von Populationen bedrohen das Ökosystem.

Als Evolutionsökologen mit jahrzehntelanger Expertise in marinen Ökosystemen bestätigen wir: Meeresarten wandern aufgrund globaler Erwärmung zu den Polen ab. Forscher der Universitäten Bristol und Exeter analysierten Daten von über 300 Arten – darunter Meerespflanzen, Vögel und Tiere – aus mehr als 100 Jahren. Sie entdeckten ein klares Muster: Populationsdichten steigen polewärts, sinken aber äquatornah.

Die Ergebnisse, publiziert in Current Biology, belegen weitreichende Veränderungen in Populationsgröße und Verbreitung durch Temperaturanstieg.

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Prof. Martin Genner, leitender Autor von der University of Bristol: „Die größte Überraschung: Der Trend gilt für alle untersuchten Gruppen – von Plankton über Wirbellose und Fische bis Seevögel.“

Seit vorindustrieller Zeit haben sich die Weltmeere um durchschnittlich 1 °C erwärmt. Das Team prüfte 540 Studien zu Artenreichtumstrends und fand: Polewärts profitieren Arten wie Atlantischer Hering und Adeliepinguin von neu zugänglichen Habitaten. Äquatornah werden Gewässer zu warm.

Louise Rutterford, Autorin an Exeter und Bristol: „Manche Arten gewinnen durch Klimawandel – besonders an polwärtigen Rändern. Andere scheitern an mangelnder Anpassung, vor allem äquatornah. Beides gefährdet Ökosysteme.“

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