Obwohl Haustiere uns manchmal ehrfürchtig anblicken, fehlen wissenschaftliche Belege dafür, dass Tiere eine Religion haben. Sie verehren keine Götter, führen jedoch rituelle Verhaltensweisen aus, die Spekulationen über eine spirituelle Dimension wecken.
Elefanten trauern um Verstorbene: Familiengruppen besuchen Leichen, riechen und berühren sie. Berichte beschreiben Elstern, die "Graskränze" neben Toten legten. Im Jahr 2018 trug eine Orkawitwe ihr totes Kalb über zwei Wochen durch die kalten Gewässer der Salish Sea.
Trotz anthropomorpher Begriffe wie "Trauer" deuten solche Beobachtungen auf ein Bewusstsein für den Tod und ritualisierte Umgangsweisen hin – fundierte Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung.
Weitere Rituale: Jane Goodall beobachtete Schimpansen, die "tanzend" an Wasserfällen agierten und möglicherweise Ehrfurcht zeigten. Elefanten wurden beim Schwenken von Zweigen zum Mond gesehen, was Fragen nach symbolischer Bedeutung aufwirft.
Intelligente, sozial lebende Tiere könnten Ehrfurcht vor Naturphänomenen empfinden. Rituale könnten spirituelle Wurzeln haben – oder rein instinktiv sein. Solange wir Tiergedanken nicht entschlüsseln, bleiben wir offen für neue Forschungsergebnisse.
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