Da Loch Ness so groß ist, scheint es plausibel, dass seltene, scheue Kreaturen nur selten die Oberfläche durchbrechen und gesichtet werden.
Diese Annahme übersieht jedoch, dass der See über Jahre hinweg hochpräzise untersucht wurde – von Experten wie dem Meeresbiologen Adrian Shine.
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In den 1960er und 1970er Jahren, zur Hochzeit des Monsterfiebers, überwachten Gruppen mit Teleskopen und Ferngläsern die Seeoberfläche wochenlang ununterbrochen. Überzeugende Beweise für ein Monster blieben aus.

Der Höhepunkt kam im Oktober 1987: Nessie-Jäger und Meeresbiologe Adrian Shine leiteten die „Operation Deepscan“ – die bis dahin größte Untersuchung des Loch Ness.
Über zwei Tage scannte eine Flottille von 24 sonar-ausgestatteten Booten den gesamten See ab.

Dreimal ergab sich Kontakt zu Objekten in der Tiefe, die später weder identifiziert noch reproduziert werden konnten. Obwohl unwahrscheinlich Fische, handelte es sich bei diesen Kontakten vermutlich um Trümmer, thermische Effekte oder gar einen Seehund.
Keine der folgenden Sonar-Durchsuchungen lieferte je ein klares Indiz für ein riesiges Tier.
- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 298 von BBC Science Focus – Erfahre hier, wie du dich anmelden kannst