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Studie: Mehr als 13 % der COVID-19-Patienten melden Hörverlust oder Tinnitus

Eine Studie des Wythenshawe Hospitals in Manchester ergab: Mehr als einer von zehn Patienten, die mit COVID-19 eingeliefert wurden, berichtete acht Wochen nach der Entlassung von einer Verschlechterung des Gehörs.

Als Audiologie-Experten der University of Manchester fordern wir dringend weitere Untersuchungen zu den akuten und langfristigen Auswirkungen des Virus auf Gehör und Gleichgewichtssystem.

Insgesamt befragten wir telefonisch 121 Erwachsene, die in diesem NHS-Krankenhaus behandelt wurden.

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Auf Fragen zu Gehörveränderungen gaben 16 Personen (13,2 %) eine Verschlechterung an.

Acht berichteten von Hörverlust, acht weitere von tinnitusähnlichen Geräuschen ohne externe Quelle.

Die Ergebnisse, publiziert als Brief im International Journal of Audiology, untermauern wachsende Hinweise auf langfristige Effekte von SARS-CoV-2 auf die Gesundheit, einschließlich des Gehörs.

Studie: Mehr als 13 % der COVID-19-Patienten melden Hörverlust oder Tinnitus

Kevin Munro, Professor für Audiologie an der University of Manchester und Leiter des Hörgesundheits-Themas am NIHR Manchester Biomedical Research Centre, erklärt: „Viren wie Masern, Mumps oder Meningitis können Hörverlust auslösen. Coronaviren schädigen Nerven, die Signale zum und vom Gehirn übertragen.“

„Theoretisch könnte COVID-19 das Mittelohr oder die Cochlea beeinträchtigen. Mögliche auditive Neuropathie: Die Cochlea funktioniert, doch der Hörnerv zur Weiterleitung ist gestört.“

Betroffene hören in lauten Umgebungen wie einer Bar oft schlecht.

Das Guillain-Barré-Syndrom, assoziiert mit COVID-19, kann ebenfalls auditive Neuropathie verursachen.

Weitere Studien sind essenziell, um den Zusammenhang zu klären.

Unsere Juni-Überprüfung fand nur wenige, qualitativ schwache Studien zu Hörverlust und Tinnitus.

Studie: Mehr als 13 % der COVID-19-Patienten melden Hörverlust oder Tinnitus

Prof. Munro betont: „Wir unterscheiden zuverlässig neue von alten Symptomen, raten aber zur Vorsicht. Stress, Masken, Medikamente oder Intensivbehandlung könnten mitwirken.“

„Wir brauchen hochwertige Studien zu akuten und chronischen Effekten auf Gehör und Vestibularsystem – schnell, für evidenzbasierte Entscheidungen.“

Die Umfrage führten Audiologen der University of Manchester durch, unterstützt vom NIHR Manchester Biomedical Research Centre.