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Frösche filtern Partnerrufe mit Lungen wie Noise-Cancelling-Kopfhörern – Studie erklärt Mechanismus

Wie hören Frösche in einem lauten Chor aus Quaken verschiedener Arten den Ruf potenzieller Partner heraus? Neue Forschung zeigt: Sie nutzen ihre Lungen als natürlichen Geräuschfilter.

Experten entdeckten, dass weibliche Grünlaubfrösche (Hyla cinerea) ihre Lungen aufblasen. Dadurch dämpfen sie Umgebungsgeräusche in einem spezifischen Frequenzbereich und können die Rufe ihrer eigenen Art präzise wahrnehmen.

Dies reduziert die Empfindlichkeit des Trommelfells gegenüber Störgeräuschen, während die relevanten Quietscher und Krächzer klar bleiben.

„Im Wesentlichen unterdrücken die Lungen die Reaktion des Trommelfells auf Geräusche, insbesondere solche aus dem kakophonischen Chor mehrerer Fröscharten“, erklärt Professor Norman Lee vom St. Olaf College in Minnesota, Leiter der Studie. „Der Mechanismus ähnelt dem von Kopfhörern mit Geräuschunterdrückung.”

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In Experimenten mit einem Laservibrationssensor maßen die Forscher, dass die Frösche Frequenzen zwischen den spektralen Spitzen der eigenen Paarungsrufe optimal aufnehmen konnten.

Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift Current Biology publiziert.