Der Tarsier fasziniert mit seinen überdimensionalen Augen, den abstehenden Ohren und dem pelzigen Körper. Als einer der kleinsten Primaten der Welt verkörpert er die Wunder der Evolution.
Mit einer Körperlänge von selten mehr als 15 cm leben Koboldmakis in den Regenwäldern von Malaysia, Indonesien, Brunei und den Philippinen. Diese nachtaktiven Einzelgänger sind die einzigen rein fleischfressenden Primaten und ernähren sich von Insekten, Reptilien und kleinen Vögeln, die sie bei Dunkelheit jagen.
Ihre enormen Augen sind mit lichtempfindlichen Stäbchenzellen gefüllt und perfekt an die Dämmerung angepasst. Bei proportional gleicher Größe wären sie bei uns Menschen so groß wie Grapefruits.
Da die Augen sich nicht in den Höhlen drehen lassen, kann der Tarsier seinen Kopf um fast 180° in beide Richtungen rotieren – eine beeindruckende Anpassung für seine Umwelt.
Die großen, beweglichen Ohren erfassen hohe Frequenzen der Beute präzise. Geschwollene Fingerballen sorgen für sicheren Halt an Bäumen, während die langen, federnden Beine Sprünge bis zu fünf Metern ermöglichen. Proportionell entspräche das bei Menschen dem Überspringen von fünf Doppeldeckerbussen.
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