Schwarzer Kunststoff ist grundsätzlich recycelbar – das eigentliche Hindernis liegt in der Färbung. Die meisten schwarzen Kunststoffe enthalten Kohlenstoffpigmente, die kostengünstig, lebensmittelecht und für ein tiefes, gleichmäßiges Schwarz sorgen. Leider absorbieren sie nicht nur sichtbares Licht, sondern auch nahinfrarotes Licht (NIR). Sortieranlagen in Recyclingbetrieben nutzen genau diese NIR-Strahlen, um Kunststoffe nach Art und Farbe zu trennen. Schwarzer Kunststoff wird dadurch für die Maschinen unsichtbar.
So landet er unbemerkt im „Verschiedenes“-Behälter am Förderbandende, der direkt zur Deponie führt. Organisationen wie das Waste and Resources Action Programme (WRAP) kooperieren mit britischen Herstellern, um recyclingfreundliche alternative schwarze Pigmente zu entwickeln.