1. Honig beginnt als Nektar
Diese zuckerreiche Flüssigkeit produzieren Blüten, um Insekten wie Bienen anzulocken. Nektar besteht zu 70–80 % aus Wasser sowie einer Mischung aus Saccharose, Glucose und Fructose – ergänzt durch Duftstoffe, die die Bienen magisch anziehen.

2. Aufnahme und Verarbeitung des Nektars
Honigbienen saugen den Nektar mit ihrem hohlen Rüssel – einer strohähnlichen Zunge – auf und lagern ihn im Proventrikulus, der ersten Magenkammer. Hier spaltet das Enzym Invertase die Saccharose in einfachere Glukose- und Fruktosemoleküle. Weitere Enzyme erhöhen den Säuregehalt und töten Bakterien ab.

3. Rückreise zum Stock
Bienen transportieren bis zur Hälfte ihres Körpergewichts und gehören zu den leistungsstärksten Tieren. Sie suchen bis zu 5 km entfernt nach Nektar, wobei bei größerer Distanz viel Energie für den Rückflug draufgeht.

4. Verarbeitung im Bienenstock
Zurück im Stock reichen die Sammelbienen den Nektar von Mund zu Mund weiter, um den Wassergehalt schrittweise auf 18 % zu senken. Dadurch können Schimmel und Bakterien nicht wachsen – der Nektar verwandelt sich in haltbaren Honig, den die Bienen in Wachsellen abfüllen.

5. Verwendung des Honigs
Im Frühling und Frühsommer füttern die Bienen ihre Larven mit dem gesamten Vorrat und bauen das Volk auf bis zu 50.000 Einwohner auf. Die Arbeiter sammeln dann zwei bis drei Wochen Nektar für den Winter. Interessant: 12 Bienen benötigen ein ganzes Leben, um einen Teelöffel Honig zu produzieren.

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