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Hubble-Teleskop enthüllt gigantischen Gashalo um die Andromeda-Galaxie

Astronomen haben mit dem Hubble-Weltraumteleskop den ausgedehnten Gashalo um die Andromeda-Galaxie kartiert – die uns am nächsten gelegene große Spiralgalaxie unserer Milchstraße.

Diese detaillierteste Karte aller Zeiten zeigt, dass der Plasm halo (elektrisch geladenes Gas) sich etwa 1,3 Millionen Lichtjahre in Richtung der Milchstraße erstreckt – rund die Hälfte der Distanz – und in manchen Richtungen bis zu 2 Millionen Lichtjahre weit reicht.

Der Halo bleibt unsichtbar, wäre aber, wenn sichtbar, dreimal breiter als der Sternenhaufen „Der Pflug“ und das größte Objekt am Nachthimmel.

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„Das Verständnis dieser riesigen Gashalos ist von entscheidender Bedeutung“, erklärt Teammitglied Samantha Berek von der Yale University in Connecticut, USA. „Dieses Gasreservoir liefert den Brennstoff für zukünftige Sternentstehung und zeichnet Abflüsse von Ereignissen wie Supernovae auf. Es offenbart die Vergangenheit und Zukunft der Galaxie – und wir können es nun bei unserem nächsten galaktischen Nachbarn detailliert untersuchen.“

Die Studie deckt zwei Schichten im Halo auf: Die innere Hülle ist komplexer strukturiert als die äußere, was auf Supernova-Explosionen in der Galaxienscheibe zurückzuführen ist. Diese dramatischen Endphasen massereicher Sterne schleudern schwere Elemente in den Halo, die in hohen Konzentrationen nachgewiesen wurden.

Hubble-Teleskop enthüllt gigantischen Gashalo um die Andromeda-Galaxie

Die Kartierung erfolgte durch Analyse des ultravioletten Lichts von 43 fernen Quasaren – extrem hellen Kernen galaktischer Schwarzen Löcher – hinter dem Halo.

Mit Hubbles Cosmic Origins Spectrograph untersuchten die Forscher die Absorption dieses Lichts durch den Halo-Gas und offenbarten so regionale Variationen in der Struktur.

Andromeda ähnelt in Größe und Form unserer Milchstraße, weshalb diese Ergebnisse wertvolle Einblicke in unseren eigenen Halo bieten – der aus der Galaxie heraus weitaus schwerer zu kartieren ist.