Mit einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren zur Erde ist die Andromeda-Galaxie das fernste Objekt, das Sie mit unbewaffnetem Auge sehen können. Als nächste große Galaxie zur Milchstraße erfordert sie jedoch einen wirklich dunklen Himmel. Die gute Nachricht: Von Deutschland oder Großbritannien aus ist sie das ganze Jahr sichtbar – vorausgesetzt, Sie wählen den richtigen Ort.
Als erfahrener Sternengucker empfehle ich, mit dem Sternbild Kassiopeia zu starten. Dieses zirkumpolare Sternbild der nördlichen Hemisphäre bleibt immer über dem Horizont. Schauen Sie nach Nordosten: Das markante "W" aus fünf hellen Sternen ist unverkennbar.

Sobald Kassiopeia gefunden ist, nutzen Sie die rechte Hälfte des "W" als Pfeil, der auf Andromeda deutet. Die Distanz entspricht etwa dreimal der Breite des "W". Mit bloßen Augen wirkt Andromeda schwach, aber durch ein Fernglas erscheint sie als nebelige Wolke – eine ganze Galaxie!
In dieser Himmelsregion testet der nahe Asterismus "Großes Quadrat des Pegasus" die Lichtverhältnisse vor Ort. Er ist von August bis Dezember sichtbar, im Oktober die ganze Nacht. Finden Sie es unter und rechts des "W" von Kassiopeia: Vier helle Sterne bilden ein fast perfektes Quadrat.
Lassen Sie Ihre Augen 10–15 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen, dann zählen Sie die Sterne im Quadrat. Je mehr Sterne Sie sehen, desto geringer die Lichtverschmutzung: Im Durchschnitt sind es 4 Sterne, 9 gelten als gut, 21 als ausgezeichnet. Am dunkelsten Himmel erreichen Sie bis zu 35 Sterne.
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