Das Große Quadrat des Pegasus fällt im Herbst besonders ins Auge. Obwohl Sternkarten eine imposante, dominante Form suggerieren, sieht die Realität nuancierter aus. Die vier Ecken markieren Sterne mittlerer Helligkeit, die unter fast allen Himmelsbedingungen gut sichtbar sind.
Keine der Seiten ist exakt gleich lang und entspricht etwa dem Abstand zwischen Zeige- und kleinem Finger bei ausgestrecktem Arm.
Technisch ist das Große Quadrat ein Asterismus – ein inoffizielles Sternenmuster. Die obere linke Ecke (aus Sicht in Mitteleuropa) wird von Alpheratz gebildet, dem Alpha-Stern der Andromeda. Die anderen drei Ecken gehören zum Pegasus und stellen den umgedrehten Rumpf des fliegenden Pferdes dar.

Das Quadrat wirkt leer, doch schwache Sterne darin verraten die Himmelsqualität: Bei Lichtverschmutzung sieht man keine. Bis fünf sind durchschnittlich, bis 13 gut. Unter Top-Bedingungen zählt man mit bloßem Auge bis zu 35.
Bei dunklem Himmel: Eine Seitenlänge unter dem Quadrat entdecken Sie den schwachen Sternkreis „Der Reif“, einen Asterismus in Pisces, der einen Fisch darstellt.
Hohes Quadrat im Süden? Folgen Sie der rechten Seite zum Horizont für Fomalhaut (hellster Stern in Piscis Austrinus). Die linke Seite weist zu Deneb Kaitos (Alpha in Cetus).
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