Viele Menschen suchen bei Stress Trost in einer Tasse Kaffee. Forscher der Universität Kumamoto in Japan haben nun herausgefunden, dass Matcha – der intensive grüne Tee aus japanischen Teezeremonien – Angst bei Mäusen signifikant reduzieren kann.
Matcha entsteht aus fein gemahlenem Pulver junger Blätter der im Schatten gezogenen Camellia sinensis-Teebüsche. In Japan wird es traditionell als Heilmittel geschätzt: Es fördert Entspannung, hilft gegen Fettleibigkeit und verbessert die Hautgesundheit.
Das Team testete Mäuse in einem erhöhten Kreuzlabyrinth, bei dem zwei Arme abgeschirmt und die anderen offen waren. Dieser etablierte Angst-Test für Nagetiere zeigt: Ängstliche Tiere meiden die offenen Bereiche. Mäuse mit Matcha-Extrakt verhielten sich deutlich weniger ängstlich.
Die beruhigende Wirkung geht auf Veränderungen der Dopamin-D1- und Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren im zentralen Nervensystem zurück – beides Schlüsselfaktoren bei Angst.
„Obwohl weitere Forschung notwendig ist, zeigen unsere Ergebnisse, dass Matcha, das seit Jahrhunderten medizinisch genutzt wird, große Vorteile für den Menschen bieten kann“, betont Dr. Yuki Kurauchi. „Wir hoffen, dass unsere Arbeit weltweit zu Gesundheitsvorteilen führt.“