DeuAq.com >> Leben >  >> Wissenschaft

Uncanny Valley entschlüsselt: Gehirnmechanismen hinter der Roboter-Gruseligkeit entdeckt

Haben Sie sich je von Robotern abgestoßen gefühlt, die fast zu menschlich wirken? Sie sind nicht allein. Dieses Phänomen, bekannt als Uncanny Valley, wurde nun von Wissenschaftlern genauer beleuchtet. Sie identifizierten Gehirnmechanismen, die dieses Unbehagen auslösen, und zeigten, dass manche Menschen empfindlicher darauf reagieren als andere.

Mit fortschreitender Technologie schaffen wir immer lebensechtere Roboter und Computergrafiken – doch das birgt Risiken.

Um die neurologischen Prozesse zu erforschen, scannten Forscher mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) das Gehirn von 21 gesunden Probanden. fMRI misst Blutflussveränderungen in verschiedenen Hirnregionen.

Die Teilnehmer bewerteten Bilder von Menschen und Robotern unterschiedlicher Menschähnlichkeit und entschieden, wem sie ein persönliches Geschenk für einen Menschen anvertrauen würden. Sie bevorzugten Menschen oder sehr menschenähnliche Agenten – außer jene am Rand zum Uncanny Valley.

Die Analyse der Gehirnaktivität während der Aufgabe offenbarte Beteiligung des visuellen Kortex und des medialen präfrontalen Kortex, der am persönlichen Wertesystem beteiligt ist.

„Dies ist die erste Studie, die individuelle Unterschiede in der Stärke des Uncanny-Valley-Effekts nachweist. Manche reagieren überempfindlich, andere weniger auf menschenähnliche Agenten“, erklärt Prof. Astrid Rosenthal-von der Pütten. „Es gibt kein universelles Roboterdesign. Intelligentes Verhalten ist entscheidend, damit Nutzer Roboter als nützlich wahrnehmen.“