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Wolbachia-infizierte Mücken reduzieren Dengue-Fälle um 40 Prozent: Durchbruch in Malaysia

Internationale Wissenschaftler aus Schottland und Australien haben eine innovative Methode entwickelt, um die Übertragung des durch Mücken übertragenen Dengue-Virus zu blockieren.

Forscher der Universitäten Glasgow und Melbourne kooperierten mit dem Institute for Medical Research in Malaysia und führten Feldversuche in Kuala Lumpur mit dem Wolbachia-Stamm wAlbB durch.

Nach der Freilassung infizierter Mücken sank die Zahl der Dengue-Fälle um 40 Prozent.

Chargen von Aedes aegypti-Mücken – sowohl männliche als auch weibliche – trugen den Stamm und wurden an sechs Standorten freigelassen. Sie paarten sich mit der Wildpopulation und etablierten die virushemmenden Bakterien.

Vorherige Studien nutzten einen anderen Stamm, der in heißen äquatorialen Regionen wie Malaysia weniger geeignet war.

Professor Steven Sinkins, Leiter des MRC-University of Glasgow Centre for Virus Research und Korrespondingautor der Studie, erklärt: „Wir sind begeistert von diesen Ergebnissen. Sie belegen, dass unser Wolbachia-Stamm Dengue-Fälle effektiv in extrem heißen Klimazonen senken kann. Der nächste Schritt: breitere Anwendungen. Wir sind überzeugt, dass dies ein skalierbares Mittel gegen Dengue-Fieber wird.“

Wolbachia-infizierte Mücken reduzieren Dengue-Fälle um 40 Prozent: Durchbruch in Malaysia

Jährlich werden weltweit rund 90 Millionen symptomatische Dengue-Fälle gemeldet, davon 1 % schwerwiegend – inklusive lebensbedrohlicher Blutungen oder Schocksyndrome.

In Malaysia allein wurden 2016 über 100.000 Fälle registriert, mit geschätzten jährlichen Kosten von 135,5 Millionen Pfund.

Professor Ary Hoffmann vom Bio21 Institute in Melbourne, einer der drei Hauptverfasser, betont: „Diese Studie präsentiert einen neuen Wolbachia-Stamm für Freilassungen und demonstriert Erfolge in komplexen urbanen Gebieten mit hoher Dengue-Inzidenz. Trotz Pestiziden und Herausforderungen etablierte er sich. Der Ansatz verspricht Erfolg nicht nur in Malaysia, sondern global.“

Die Ergebnisse erschienen in Current Biology und wurden vom Wellcome Trust gefördert.

Michael Chew, Portfoliomanager für Infektions- und Immunbiologie bei Wellcome, fasst zusammen: „Dieser Meilenstein verbessert die Dengue-Kontrolle erheblich. Erstmals reduziert ein Wolbachia-Stamm Fälle in heißen Zonen unter realen Bedingungen. Angesichts des globalen Anstiegs ist dies essenziell. Lokale Unterstützung durch Gemeinden und die malaysische Regierung sichert langfristigen Erfolg.“