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Mehr Stress im mittleren Alter: Studie der Penn State University zeigt 20 % Zunahme

Eine aktuelle Studie der Penn State University belegt: Das Leben ist heute stressiger als in den 1990er Jahren – besonders für Menschen im mittleren Alter zwischen 45 und 64 Jahren.

Das mittlere Alter stellt durch Faktoren wie Konflikte mit Freunden und Familie sowie das Gefühl der Überforderung eine der anspruchsvollsten Phasen dar.

Basierend auf Daten von 1995 und 2012 aus Umfragen unter US-Amerikanern aller Altersgruppen weist das Forschungsteam nach, dass der Durchschnittsstress um zwei Prozent gestiegen ist. Bei den 45- bis 64-Jährigen beträgt der Anstieg jedoch fast 20 Prozent.

„Das entspricht etwa einer zusätzlichen Stresswoche pro Jahr“, erklärt Professor David M. Almeida, Mitautor der Studie. „Besonders auffällig: Menschen mittleren Alters berichteten 2010 von rund 19 Prozent mehr Stress als 1990 – das sind 64 zusätzliche Stress-Tage jährlich.“

Die Studienteilnehmer waren überwiegend weiß, mehr als die Hälfte verfügte über eine College-Ausbildung oder höher. Sie protokollierten acht Tage lang täglich ihre stressigen Erlebnisse in Interviews mit den Forschern.

„So konnten wir nicht nur die Häufigkeit von Stressoren erfassen, sondern auch deren emotionale Belastung“, betont Almeida.

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Menschen mittleren Alters im Jahr 2012 sahen in ihrem Stress ein 27 % höheres Risiko für ihre Finanzen und ein 17 % höheres für ihre Zukunftspläne als 1995.

„Wir erwarteten mehr Stress bei Jüngeren durch wirtschaftliche Unsicherheit“, sagt Almeida. „Stattdessen traf es die Mittdreißiger und -fünfziger stärker.“

„Möglicher Grund: Sie kümmern sich um Kinder auf einem unsicheren Arbeitsmarkt und gleichzeitig um ihre alternden Eltern. Dieser Sandwich-Generationseffekt treibt den Stress in die Höhe.“