Der Moderna-Coronavirus-Impfstoff, der im Frühjahr in Großbritannien eintreffen soll, zeigt Wirksamkeit gegen alle bisher entdeckten Varianten des Virus, wie das Unternehmen mitteilt.
Dazu zählt auch der neue Stamm aus dem Südosten Englands, der laut Experten leichter übertragbar und potenziell tödlicher ist als frühere Varianten.
Labortests von Moderna belegen, dass der Impfstoff neutralisierende Antikörper gegen alle relevanten neuen Varianten erzeugt, einschließlich der südafrikanischen Mutation.
Gegen die britische Variante blieben die Antikörperwerte unverändert stark, im Vergleich zu früheren Stämmen.
Bei der südafrikanischen Variante sanken die neutralisierenden Antikörper um das Sechsfache, lagen jedoch weiterhin über dem Schutzniveau, das Moderna als wirksam erachtet.
Stéphane Bancel, CEO von Moderna, erklärte: „Während wir das COVID-19-Virus bekämpfen, das eine globale Pandemie auslöste, ist Proaktivität essenziell, da sich das Virus weiterentwickelt.“
„Diese Daten stärken unser Vertrauen, dass unser Impfstoff vor diesen neuen Varianten schützt.“
Die britische Regierung hat 17 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs erworben – ausreichend für 8,5 Millionen Menschen –, die jedoch erst im Frühjahr verfügbar sein werden.
Moderna startet zudem eine klinische Studie zu einer Booster-Dosis des Impfstoffs (mRNA-1273), um die Antikörper gegen neue Stämme über die Grundimmunisierung hinaus zu steigern.
Außerdem wird ein neuer Booster-Kandidat (mRNA-1273.351) gegen die südafrikanische Variante entwickelt.
„Aus höchster Vorsicht nutzen wir die Flexibilität unserer mRNA-Plattform, um diesen Booster zu testen und Titer gegen diese und künftige Varianten zu erhöhen“, ergänzte Bancel.