Eine einzige Dosis des Pfizer/BioNTech-Impfstoffs senkt die Zahl asymptomatischer Coronavirus-Infektionen um das Vierfache, wie eine aktuelle Studie des Addenbrooke’s Hospitals in Cambridge belegt.
Die Ergebnisse deuten auf eine "dramatische Reduzierung" positiver Tests bei asymptomatischen Gesundheitsmitarbeitern hin und machen Krankenhäuser zu noch sichereren Orten für Personal und Patienten.
Die noch nicht peer-reviewed Studie analysierte Tausende wöchentliche COVID-19-Tests bei symptomfreiem Krankenhauspersonal. Geleitet wurde sie vom Cambridge University Hospitals NHS Foundation Trust (CUH) und der University of Cambridge.
Zwischen dem 18. und 31. Januar testeten die Forscher geimpfte und ungeimpfte Mitarbeiter und gliederten die Ergebnisse in drei Gruppen: Ungeimpfte; Geimpfte vor weniger als 12 Tagen; Geimpfte vor 12 Tagen oder länger.
Bei ungeimpften Mitarbeitern waren 26 von 3.252 Tests (0,80 %) positiv. Im Vergleich: 13 von 3.535 Tests (0,37 %) bei Geimpften vor weniger als 12 Tagen und nur 4 von 1.989 Tests (0,20 %) bei Geimpften vor 12 Tagen oder länger, so die Universität.
Das entspricht einem 75-prozentigen Schutz gegen asymptomatische Infektionen und einer vierfachen Reduzierung der Fälle ab 12 Tagen nach der Impfung. Innerhalb der ersten 12 Tage halbiert sich das Risiko bereits.
Aufgrund der "dringenden Notwendigkeit" wurden die Daten vor der Peer-Review veröffentlicht.

"Unsere Ergebnisse zeigen eine dramatische Verringerung der Rate positiver Screening-Tests bei asymptomatischem medizinischem Personal nach einer Einzeldosis des Pfizer/BioNTech-Impfstoffs", erklärt Dr. Nick Jones, Erstautor und Infektionskrankheitsexperte.
"Das sind fantastische Neuigkeiten für Personal und Patienten. Die Massenimpfkampagne schützt nicht nur vor symptomatischen Erkrankungen, sondern auch vor asymptomatischer Virusübertragung und erhöht die Sicherheit in Krankenhäusern."
Realwelt-Daten von Public Health England (PHE) vom 22. Februar bestätigen: Eine Dosis Pfizer reduziert bei über 80-Jährigen das Risiko für Krankenhauseinweisung und Tod um mehr als 75 Prozent.