Das Coronavirus überträgt sich primär durch die Luft von Person zu Person. Beim Sprechen, Singen oder Atmen verteilen Infizierte kleine Flüssigkeitströpfchen – sogenannte Atemtröpfchen – sowie winzigere Aerosole. Diese können das Virus enthalten und bei Einatmen eine Ansteckung verursachen.
Gesichtsmasken wirken auf zwei Weisen gegen die Ausbreitung von COVID-19. Erstens behindern sie den Luftaustausch aus Mund und Nase. Bei einer Infektion reduzieren sie so die Reichweite virushaltiger Tröpfchen erheblich.
Zweitens schützen bestimmte Masken vor einer Infektion, indem sie eingeatmete Luft filtern und virushaltige Partikel abfangen. Dünne Stoffmasken, vor allem bei lockerem Sitz, sind hier jedoch wenig effektiv. Hochwertige Modelle wie KN95-, N95- oder FFP2/3-Masken filtern das Virus hingegen zuverlässig.
Bei fehlenden hochwertigen Masken lässt sich der Filterschutz von Stoffmasken verbessern, indem man eine Stoffmaske über eine chirurgische oder medizinische Maske legt. Die zusätzlichen Schichten fangen Viren beim Ein- und Ausatmen ab. Über eine hochwertige Maske ist eine weitere Schicht unnötig, da diese bereits optimal filtern.
Mehr als zwei Stoffmasken übereinander zu tragen, wird nicht empfohlen, da dies den Sitz beeinträchtigt. Für maximale Wirkung muss die Maske dicht am Gesicht anliegen, damit die Luft gefiltert wird. Hochwertige Masken sind hierfür konzipiert. Bei Stoffmasken minimieren Sie Lücken, indem Sie die Ohrschlaufen verknoten.
Jede Maske kann sich kontaminieren. Waschen Sie daher vor und nach dem Tragen die Hände und greifen Sie beim Abnehmen nur an die Schlaufen.
Wegwerfmasken entsorgen, Stoffmasken mit Seife und warmem Wasser oder in der Maschine waschen. Masken können auch drei Tage an einem sicheren Ort quellen lassen, um sie zu dekontaminieren. Bei FFP2/3-Masken spezifische Herstellerhinweise beachten.