Das vergangene Jahrzehnt 2010 bis 2019 war das zweitwärmste und zweitfeuchteste in Großbritannien seit über einem Jahrhundert, wie das renommierte Met Office feststellte. Es brachte acht Rekorde für Höchsttemperaturen.
Experten warnen: Aufgrund des anhaltenden Klimawandels drohen weitere Rekorde. Das Met Office berichtete, dass die 2010er-Jahre nur knapp hinter den 2000er-Jahren zurückliegen.
In dieser Periode fielen die höchsten Tageshöchsttemperaturen für Februar, Juli, Oktober, November und vorläufig Dezember an. Zudem wurden Rekorde für höchste Tagestiefsttemperaturen in Januar, Februar und April aufgestellt.
Im Kontrast dazu gab es nur einen Tiefsttemperaturrekord: Der "Biest aus dem Osten" 2018 führte zum kältesten Märztag mit -4,7 °C in Tredegar, Süd-Wales.

Dr. Mark McCarthy, Leiter des National Climate Information Centre, betont: „Es ist bemerkenswert, wie viele extreme Rekorde in den letzten zehn Jahren fielen – vorwiegend hohe Temperaturen als Folge des erwärmenden Klimas.“
Er warnt: „Der Erwärmungstrend setzt sich fort, weitere Rekorde sind zu erwarten.“
Ein Regierungssprecher unterstrich, dass der Klimawandel nationale Priorität hat und Umweltmaßnahmen vorangetrieben werden.
2019 war mit 9,42 °C das vorläufig elftwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn und liegt knapp außerhalb der Top 10, die alle seit 2002 datieren.
Letztes Jahr brachen vier Höchsttemperaturrekorde, darunter Winter- und Sommermaxima sowie potenziell ein neues Dezemberhoch von 18,7 °C am 28. Dezember.

2019 war zudem das elftfeuchteste Jahr mit 1.240,1 mm Niederschlag; der Höchstwert lag 2000 bei 1.337,3 mm. Regionen wie Nottinghamshire, Lincolnshire und Süd-Yorkshire verzeichneten Top-5-Werte.
Dr. McCarthy erwartet feuchtere Winter und trockenere Sommer: „Niederschläge steigen ungleichmäßig; extreme Schwankungen bleiben möglich.“
Die Regierung betont: „Klimawandelbekämpfung ist Priorität. Als erste G20-Wirtschaft setzen wir bis 2050 auf Netto-Null. Emissionen seit 1990 um über 40 % gesenkt bei 66 % Wirtschaftswachstum. Wir treiben Maßnahmen bei COP26 voran.“