Biologisch abbaubare Kunststoffe enthalten spezielle chemische Zusatzstoffe, die Mikroorganismen anregen, sich vom Kunststoff zu ernähren. Diese Stoffe nutzen Enzyme, um die molekularen Bindungen des Materials aufzubrechen. Sie wirken auf zwei Wegen: Entweder locken sie Mikroben direkt an oder beschleunigen die natürliche Verwitterung, wodurch eine zerklüftete Oberfläche entsteht, die den Mikroben idealen Zugang bietet.
Nach dem Abbau durch die Mikroben bleiben nur Wasser, Kohlendioxid und Methan übrig. In der Praxis ist der Prozess jedoch anspruchsvoller: Viele dieser Kunststoffe benötigen Temperaturen über 50 °C sowie die passende Mischung aus Feuchtigkeit, Sauerstoff und Mikroben. Deshalb zerfallen sie nicht einfach im Meer oder auf dem heimischen Komposthaufen.
Manche als 'biologisch abbaubar' gekennzeichneten Kunststoffe lösen sich lediglich in der Luft zu Fragmenten auf. Sie zerfallen nie vollständig, sondern hinterlassen winzige Mikroplastik-Teile, die Umweltschäden verursachen.