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Vögel schrumpfen durch Klimawandel: Field-Museum-Studie offenbart Verkleinerung um 2,4 %

Eine umfassende Studie des Field Museums in Chicago belegt: Vögel haben sich in den letzten vier Jahrzehnten durch den Temperaturanstieg aufgrund des Klimawandels merklich verkleinert.

Bei allen 52 untersuchten Vogelarten sank die Körpergröße und -masse. Die Beinknochenlänge nahm im Durchschnitt um 2,4 Prozent ab, während die Flügelspannweite um 1,3 Prozent zunahm. Dies ermöglicht den Vögeln laut Forschern, trotz geringerer Körpermasse die Energie für lange Wanderflüge zu erzeugen.

„Als wir mit der Datensammlung begannen, stellten wir uns einfache Fragen zu jahres- und saisonalen Schwankungen bei Vögeln“, erklärt Dave Willard, Sammlungsmanager am Field Museum. „Der Begriff ‘Klimawandel’ als aktuelles Phänomen stand kaum im Fokus. Diese Studie unterstreicht die Bedeutung langfristiger Datensätze, um umweltbedingte Trends zu erkennen.“

Die Körpergröße von Vögeln korreliert mit der Umgebungstemperatur: In kühleren Regionen sind sie größer, um Wärme besser zu speichern. Die beobachtete Verkleinerung passt zur allmählichen Erwärmung in Chicago, dem Studienort.

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Die Studie startete 1978 zufällig: Dave Willard fand tote Vögel, die gegen das McCormick Place kollidiert waren. „Ich war neugierig und brachte sie ins Museum“, erinnert er sich. „Ohne diese Entdeckung hätte ich vielleicht nie wieder hingeschaut.“

Seitdem sammeln Museumswissenschaftler und Freiwillige die Vögel, messen sie und protokollieren die Daten handschriftlich. Leichte Veränderungen fielen früh auf, doch erst die 40-Jahres-Analyse offenbarte den vollen Schrumpf-Effekt.