Ein Astrobiologe der University of California in Riverside hat berechnet, dass es im Universum Sterne geben könnte, die von bis zu sieben bewohnbaren Planeten umkreist werden.
Die Jagd nach außerirdischem Leben richtet sich meist auf die „bewohnbare Zone“ eines Sterns – jenen Bereich, in dem Planeten potenziell über flüssiges Wasser verfügen und Bedingungen für Leben wie auf der Erde bieten könnten.
Stephen Kane und sein Team an der UC Riverside entwickelten ein Modell, das Planeten unterschiedlicher Größe simuliert. Mithilfe eines Algorithmus berücksichtigten sie Gravitationskräfte des Sterns und aller Planeten und analysierten deren Interaktionen über Millionen Jahre.
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Die Simulationen zeigen: Manche Sterne könnten bis zu sieben bewohnbare Exoplaneten stabilisieren. Selbst eine Sonne wie unsere eigene wäre fähig, sechs Planeten mit flüssigem Wasser zu halten – Jupiter verhindert dies jedoch in unserem Sonnensystem.
Derzeit kennen wir nur wenige Sterne mit mehreren Planeten in der bewohnbaren Zone. Kane plant nun, Sterne zu identifizieren, die vollständig von erdähnlichen Planeten umgeben sind.
Diese werden priorisiert für Beobachtungen mit Teleskopen wie dem Habitable Exoplanet Observatory der NASA – und könnten uns Einblicke in Prozesse geben, die die Bewohnbarkeit der Erde beeinflussen.

„Obwohl die Erde über weite Strecken ihrer Geschichte bewohnbar war, bleiben Fragen offen, wie diese Bedingungen entstanden und was sie verändert hat“, erklärt Kane.
„Durch Exoplaneten, deren Entwicklung unserer Erde ähnelt, erhalten wir Einblicke in Vergangenheit und Zukunft unseres Planeten – und was wir tun müssen, um seine Bewohnbarkeit zu sichern.“