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Durchbruch in der Krebsforschung: Tumorzellen zerstören sich selbst durch ATF4-Blockade

Ein signifikanter Fortschritt im Kampf gegen Krebs: Ein Team renommierter Onkologen hat eine innovative Methode entwickelt, die das Wachstum mehrerer Krebsarten effektivt blockiert und den Weg für bahnbrechende Therapien ebnet.

Im Zentrum steht das MYC-Gen, eines der häufigsten Treiber menschlicher Krebsarten. Es reguliert normalerweise das Zellwachstum, doch bei Mutation oder Amplifikation löst es eine unkontrollierte Tumorentwicklung aus – verantwortlich für mindestens 40 Prozent der Fälle.

Bisher fehlte eine direkte Angriffsmöglichkeit auf MYC, weshalb die Forschung auf nachgelagerte Prozesse abzielt. Früher testeten die Experten die Hemmung des Enzyms PERK, einem Schüsselplayer in dieser Kette.

In der aktuellen Studie des Teams ergab sich jedoch: PERK-Blockade allein reicht nicht immer, da MYC alternative Signalwege aktiviert, die ein anderes Enzym nutzen. Krebszellen können so umschalten und entkommen.

„Unsere Erkenntnis: Wir müssen weiter stromabwärts eingreifen, damit Tumorzellen keinen Ausweg finden. Diese Studie identifiziert genau das richtige Ziel“, erklärt Dr. Constantinos Koumenis, Leiter des Teams und Onkologe an der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania.

Die Forscher zoomten tiefer in die Kaskade und deckten das Protein ATF4 auf. Bei seiner Blockade in Zellen und Mäusen produzierten Krebszellen übermäßig viel Protein, erlitten Stress und gingen zugrunde. Dies stoppte das Tumorwachstum bei Lymphomen und Darmkrebs-Modellen.

Zudem besteht ein klarer Zusammenhang zwischen ATF4 und MYC-gesteuerten Tumoren beim Menschen – ein vielversprechender Ansatz für Therapien, die ATF4-Synthese hemmen.

Nächster Schritt: Die genaue Wirkungsweise von ATF4 entschließen, um weitere Angriffspunkte in der Kette zu finden.