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Killerwale terrorisieren Weiße Haie: Studie offenbart panische Flucht und Vorliebe für Haifischleber

Filme wie „Der weiße Hai“ suggerieren, dass Weiße Haie die unangefochtenen Herrscher der Meere sind. Doch Forscher des Monterey Bay Aquarium in Kalifornien haben in einer umfassenden Studie gezeigt, dass Killerwale – auch Orcas genannt – diesen Titel verdienen.

Die Experten stellten fest, dass Weiße Haie eine derartige Furcht vor Orcas empfinden, dass sie bei einer Begegnung umkehren und fliehen. Oftmals meiden sie den Ort monatelang.

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Kein Wunder: Orcas jagen nicht nur Weiße Haie, sondern zeigen eine präzise, fast chirurgische Vorliebe für deren Leber. Sie schneiden nahe der Brustflosse ein und saugen das Organ heraus – ähnlich wie bei Gänseleber.

Orcas werden bis zu neun Meter lang und übertreffen damit die Größe der Weißen Haie fast um das Doppelte.

In der Studie von 2007 bis 2013 verfolgten die Wissenschaftler mit elektronischen Markierungsgeräten die Bewegungen von Weißen Haien vor der südöstlichen Farallon-Insel im Nordostpazifik. Dort jagen die Haie zwischen April/Mai und Oktober/November junge Seeelefanten. Orcas versammeln sich hingegen im Herbst zur eigenen Jagd. In Jahren mit Orcas-Präsenz fraßen die Haie deutlich weniger Seeelefanten.

Obwohl keine Hai-Tötungen beobachtet wurden, flüchteten die Weißen Haie sofort aus orca-dominierten Zonen und kehrten für den Rest der Saison nicht zurück.