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Umfassende britische Studie klärt Zusammenhang zwischen COVID-19 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf

Experten, die den Einfluss von COVID-19 auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen, erwarten erste Ergebnisse in wenigen Wochen, so ein führender Wissenschaftler.

Britische Forscher aus renommierten Institutionen verbinden Krankenhausdaten, Gesundheits- und Lebensstilinformationen, genetische Analysen sowie bildgebende Verfahren und KI-Technologien, um die Wirkungen des Virus auf Herz und Kreislauf präzise zu beleuchten.

Ziel der sechs vom British Heart Foundation (BHF) und National Institute for Health Research (NIHR) geförderten Vorzeigeprojekte: Die Behandlung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und COVID-19 signifikant zu verbessern.

Laut Office for National Statistics (ONS) sind Betroffene mit Herz-Kreislauf-Problemen überproportional von COVID-19 gefährdet. Herzkrankheiten zählen zu den häufigsten Vorerkrankungen bei Verstorbenen in England und Wales.

Das Virus schädigt Herzmuskel und Gefäße, fördert Gerinnselbildung und Entzündungen – Risikofaktoren für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Die Projekte adressieren zentrale Fragen: Wer ist am stärksten gefährdet? Wie behandelt man COVID-19 bei Herzpatienten optimal? Wie verhindern wir langfristige Herzschäden?

Professor Sir Nilesh Samani, medizinischer Direktor der BHF, erklärt: „Obwohl es sich um eine Atemwegserkrankung handelt, sind Herz-Kreislauf-Probleme die häufigsten Begleiterkrankungen bei COVID-19-Todesfällen.“

„Patienten mit Herzerkrankungen sterben häufiger am Virus, bei Diabetes ist das Risiko zweibis dreimal höher als in der Gesamtbevölkerung.“

„Wir erkennen zunehmend, wie das Virus das Herz-Kreislauf-System nachhaltig schädigt und das Risiko für Infarkte und Schlaganfälle steigert.“

„Mit diesen Vorzeigeprojekten mobilisieren wir Ressourcen für die dringendsten Studien – um die Versorgung rasch zu optimieren und Leben zu retten. Die britische Herzforschung beweist ihre Stärke: Ergebnisse könnten in Wochen vorliegen.“

Umfassende britische Studie klärt Zusammenhang zwischen COVID-19 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf

Ein Projekt verknüpft Daten aus Krankenhäusern, Hausarztpraxen und Registern, um Einblicke in COVID-19-Verläufe bei Herzpatienten zu gewinnen.

Ein Team von University College London (UCL) und University of Bristol analysiert Kohortenstudien, um Risikofaktoren wie Herzkrankheiten, Genetik, Demografie und Lebensstil zu identifizieren.

Umfassende britische Studie klärt Zusammenhang zwischen COVID-19 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf

Weitere Studien erforschen Virus-induzierte Schäden am Herz-Kreislauf-System.

UCL richtet ein Register für COVID-19-bedingte Herzkomplikationen ein.

Forscher aus Leeds und Oxford verfolgen Patienten sechs Monate, nutzen MRT-Scans zur Bewertung langfristiger Organschäden.

Oxford-Wissenschaftler evaluieren per KI CT-Scans auf Gefäßentzündungen – potenziell wegweisend für entzündungshemmende Therapien gegen Infarkt- und Schlaganfallrisiken.

Nach dem Rückgang nicht-COVID-bedingter Einweisungen (z. B. Herzinfarkte) wird der Pandemie-Einfluss auf die Herzversorgung beleuchtet.