Patienten mit lebensbedrohlicher koronarer Herzkrankheit profitieren im NHS von 3D-Scans, die eine Diagnose und Behandlung fünfmal schneller ermöglichen.
Die innovative HeartFlow-Technologie wandelt einen herkömmlichen CT-Scan in ein präzises 3D-Bild um, sodass Kardiologen die Diagnose in nur 20 Minuten stellen können, wie NHS England berichtet.
Insgesamt werden etwa 100.000 Patienten in den nächsten drei Jahren für diese Technologie qualifiziert sein.
Statt invasiver Angiographie im Krankenhaus erhalten Betroffene nun eine deutlich schnellere Untersuchung, Diagnose und Therapie.
Die Behandlungen reichen je nach Schweregrad von Operationen, Medikamenten bis zum Einsatz eines Stents, um blockierte Arterien offen zu halten.
Bei weniger schweren Fällen erhalten Patienten Empfehlungen zu einem gesunden Lebensstil oder cholesterinsenkende Medikamente.
Diese Technologie, die erst kürzlich eingeführt wurde, unterstützt den NHS-Langzeitplan, die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle um 150.000 zu senken.
NHS England betont: Kein anderes Land in Europa, den USA oder Japan bietet so vielen Menschen Zugang zu dieser lebensrettenden Innovation.
Matt Whitty, Direktor für Innovation und Biowissenschaften bei NHS England, lobt HeartFlow als „riesigen Erfolg“ in klinischen Studien: „Sie hilft Zehntausenden jährlich zu einer raschen Diagnose und Behandlung – und rettet Leben.“
Stephen Powis, medizinischer Direktor des NHS, erklärt: „Der Langzeitplan zielt auf weniger Schlaganfälle, Infarkte und Todesfälle ab. HeartFlow ist das neueste Beispiel für modernste Therapien, die Patienten zugutekommen.“
„Durch schnellere Diagnosen und Behandlungen von Herzerkrankungen retten wir Tausende Leben und stellen sicher, dass der NHS Routinedienste effizienter als vor der Pandemie erbringt – ergänzt durch das erfolgreichste Impfprogramm der Geschichte.“
Dr. Derek Connolly, beratender interventioneller Kardiologe bei Sandwell and West Birmingham Hospitals NHS Trust, betont: „Die Technologie verbessert spürbar die Abfertigung der häufigsten Todesursache.“
„Von fünf Patienten mit Herz-CT und HeartFlow-Analyse gehen vier beruhigt nach Hause: Vier brauchen nichts weiter. Die Hälfte erhält Cholesterintabletten bei früher Erkrankung, die andere Hälfte hat normale Arterien.“