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Studie: FFP3-Masken reduzieren COVID-19-Infektionen bei Krankenhauspersonal um bis zu 100 Prozent

Ein NHS-Krankenhaus, das die Schutzmasks seines Personals auf COVID-19-Stationen auf FFP3-Niveau aufrüstete, erzielte einen dramatischen Rückgang nosokomialer Coronavirus-Infektionen um bis zu 100 Prozent, wie eine aktuelle Untersuchung belegt.

Das Addenbrooke’s Hospital in Cambridge wechselte Ende Dezember 2020 von flüssigkeitsresistenten chirurgischen Masken (FRSMs) zu FFP3-Atemschutzmasken. Diese Entscheidung basierte auf internen Testdaten des Personals.

Bislang hatte die UK Infection Prevention Control (IPC)-Zelle FRSMs als Standard für die Betreuung von COVID-19-Patienten empfohlen – außer bei aerosolproduzierenden Prozeduren wie Intubation, wo FFP3 vorgesehen war.

Kürzlich aktualisierte Leitlinien verpflichten nun NHS-Organisationen, das Infektionsrisiko für das Personal individuell zu bewerten und bei Bedarf FFP3-Masken bereitzustellen.

Seit Pandemiebeginn testet Addenbrooke’s symptomfreies Personal routinemäßig. Die Daten zeigten: Personal auf COVID-Stationen war trotz FRSMs stärker gefährdet als auf Nicht-COVID-Stationen.

Das Infektionskontrollkomitee reagierte mit dem Masken-Upgrade.

Vor dem Wechsel überstiegen COVID-Fälle auf COVID-Stationen in sieben von acht analysierten Wochen jene auf Nicht-COVID-Stationen. Danach glichen sich die Raten an.

Die Ergebnisse sind noch nicht peer-reviewed, werden aber vorab publiziert, um Pandemie-Know-how rasch zu teilen.

„Vor dem Upgrade resultierten die meisten Infektionen auf COVID-Stationen aus direktem Patientenkontakt“, erklärt Dr. Chris Illingworth von der MRC Biostatistics Unit der University of Cambridge.

„Nach Einführung von FFP3-Masken sank die Zahl stationärer Infektionen dramatisch – unser Modell deutet sogar auf eine Reduktion auf null hin.“

Studie: FFP3-Masken reduzieren COVID-19-Infektionen bei Krankenhauspersonal um bis zu 100 Prozent

Nach dem Modell war das Infektionsrisiko auf Nicht-COVID-Stationen stets niedrig und unterbot das der Gemeindeexposition.

Dagegen war es vor dem Upgrade auf COVID-Stationen 47-mal höher als auf Nicht-COVID-Stationen.

„Unsere Daten unterstreichen die Notwendigkeit, die PSA für Frontline-Personal zu überprüfen“, betont Dr. Michael Weekes von der Medical School der University of Cambridge.

„FFP3-Masken für alle COVID-Patientenbetreuer könnten Infektionen senken, Personal schützen und Ausfälle mindern. Impfungen bleiben jedoch Priorität.“

Studie: FFP3-Masken reduzieren COVID-19-Infektionen bei Krankenhauspersonal um bis zu 100 Prozent

Ein Sprecher des Department of Health and Social Care: „Sicherheit von NHS-Personal hat höchste Priorität. Wir liefern PSA laufend.“

„IPC-Leitlinien stammen von Experten und wurden von allen UK-Chief Medical Officers abgestimmt.“

„Aktuelle Updates aus Juni spiegeln neueste Evidenz wider.“

„Daten werden kontinuierlich überwacht, Leitlinien angepasst.“