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Fühlen Fische Schmerzen? Wissenschaftliche Beweise widerlegen alte Mythen

Lange galt das alte Sprichwort, Fische spürten keine Schmerzen – ihr Gehirn sei zu klein und einfach strukturiert. Doch zahlreiche Studien belegen das Gegenteil und zeigen ein komplexes Schmerzempfinden.

2003 entdeckten Forscher des Roslin Institute bei Edinburgh sensorische Nerven in Knochenfischen. Diese verbinden Haut und Körperregionen mit dem Gehirn ähnlich wie bei Vögeln und Säugetieren und ermöglichen Schmerzreize. Dasselbe Team injizierte Regenbogenforellen milde Säure oder Bienenstiche in die Lippen: Die Fische schüttelten den Kopf und rieben die Lippen am Beckenrand. Bei Gabe von Schmerzmitteln verhielten sie sich wieder normal.

Weitere Studien beleuchten das Leiden von Fischen, etwa in überfüllten Fischfarmen. Dort hören manche Lachse zu fressen auf und weisen depressionsähnliche Symptome auf, wie erhöhte Cortisolspiegel als Stressindikator.

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