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Hilft Mariendistel wirklich gegen Kater? Die wissenschaftlichen Fakten

Mariendistel (Silybum marianum) wird seit der Antike bei Lebererkrankungen wie Hepatitis und Zirrhose eingesetzt. Der Hauptwirkstoff ist das Antioxidans Silybin.

Robuste klinische Studien zu ihren Wirkungen fehlen noch, doch Laborstudien deuten darauf hin, dass Silybin die Leber vor Alkoholschäden schützt – indem es reaktive Sauerstoffspezies neutralisiert, die durch Alkohol verstärkt werden.

Keine dieser Untersuchungen stützt jedoch die Idee, dass Silybin einen Kater lindert, der aus komplexen Prozessen resultiert. Enzyme im Körper wandeln Alkohol zunächst in die giftige, krebserregende Substanz Acetaldehyd um. Aldehyddehydrogenase verarbeitet diese dann zu Acetat, das zu Wasser und CO2 zerfällt.

Bei übermäßigem Alkoholkonsum häuft sich jedoch Acetaldehyd an, da die Enzyme überfordert sind. Diese Toxine verursachen maßgeblich Übelkeit und Kopfschmerzen.

Es gibt keine Belege, dass Mariendistel Acetaldehydspiegel senkt. Ein magisches Mittel gegen Kater existiert nicht. Am besten: Vor dem Trinken essen und reichlich Wasser trinken, bevor Sie ins Bett gehen.